Methodenschritte
1. Das Kettenrad muss schräg- und schwingungsfrei auf der Welle montiert werden. Bei einem gemeinsamen Getriebe müssen die Stirnflächen beider Kettenräder in derselben Ebene liegen. Beträgt der Achsabstand der Kettenräder weniger als 0,5 Meter, ist eine Abweichung von 1 mm zulässig; bei einem Achsabstand von mehr als 0,5 Metern beträgt die zulässige Abweichung 2 mm. Reibung an den Zähnen des Kettenrads ist jedoch unzulässig. Ein zu großer Versatz der beiden Kettenräder kann zum Abspringen der Kette und zu erhöhtem Verschleiß führen. Beim Kettenradwechsel muss der Versatz sorgfältig geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
2. Die Kettenspannung muss angemessen sein. Ist die Kette zu straff, erhöht sich der Energieverbrauch und die Lager verschleißen schneller; ist sie zu locker, kann sie leicht abspringen. Die Kettenspannung lässt sich wie folgt prüfen: Heben oder drücken Sie die Kette in der Mitte an, und der Abstand zwischen den Mittelpunkten der beiden Kettenräder beträgt etwa 2–3 cm.
3. Die neue Kette ist zu lang oder hat sich nach dem Gebrauch gedehnt, wodurch sie sich nur schwer verstellen lässt. Je nach Bedarf können Sie Kettenglieder entfernen, jedoch nur eine gerade Anzahl. Das Kettenglied muss von hinten durch die Kette geführt werden, das Verschlussstück von außen eingeführt werden und die Öffnung des Verschlussstücks muss der Drehrichtung entgegengesetzt zeigen.
4. Bei starkem Verschleiß des Kettenrads sollten Kettenrad und Kette gleichzeitig ausgetauscht werden, um einen optimalen Eingriff zu gewährleisten. Kette oder Kettenrad dürfen nicht einzeln gewechselt werden, da dies zu schlechtem Eingriff und beschleunigtem Verschleiß führt. Sobald die Zahnflanke des Kettenrads einen gewissen Verschleiß aufweist, sollte es umgedreht und wiederverwendet werden (bezogen auf die verstellbare Seite), um die Lebensdauer zu verlängern.
5. Die alte Kette darf nicht mit einigen neuen Ketten gemischt werden, da es sonst leicht zu Stößen im Getriebe und zum Bruch der Kette kommen kann.
6. Die Kette sollte während des Betriebs rechtzeitig mit Schmieröl befüllt werden. Das Schmieröl muss in den Spalt zwischen Rolle und Innenhülse gelangen, um die Laufeigenschaften zu verbessern und den Verschleiß zu reduzieren.
7. Wenn die Maschine längere Zeit eingelagert wird, sollte die Kette abgenommen und mit Kerosin oder Dieselöl gereinigt werden. Anschließend sollte sie mit Motoröl oder Butter eingefettet und an einem trockenen Ort gelagert werden, um Korrosion zu vermeiden.
Vorsichtsmaßnahmen
Bei Fahrzeugen mit Kettenschaltung hinten sollte die Kette vor dem Anlegen auf das kleinste Ritzelpaar und das kleinste Ritzel eingestellt werden, damit die Kette relativ locker ist und sich leicht bedienen lässt und nach dem Abschalten nicht so leicht „rückt“.
Nachdem die Kette gereinigt und neu befüllt wurde, drehen Sie die Kurbelgarnitur langsam um. Die aus dem Schaltwerk austretenden Kettenglieder sollten sich begradigen lassen. Falls einige Kettenglieder noch einen bestimmten Winkel aufweisen, läuft die Kette nicht reibungslos – es handelt sich um einen Kettenknoten, der behoben werden muss. Beschädigte Kettenglieder müssen umgehend ausgetauscht werden. Zur Wartung der Kette empfiehlt es sich, die drei Arten von Kettenbolzen zu beachten und passende Verbindungsbolzen zu verwenden.
Achten Sie beim Einsatz des Kettenschneiders auf einen geraden Anschlag, damit sich die Kausche nicht verbiegt. Sorgfältiger Umgang mit Werkzeugen schont nicht nur diese, sondern sorgt auch für optimale Ergebnisse. Andernfalls werden die Werkzeuge leicht beschädigt, und beschädigte Werkzeuge können wiederum die Bauteile beschädigen. Ein Teufelskreis.
Veröffentlichungsdatum: 14. April 2023