1. Beschleunigter Kettenverschleiß
Schlammbildung – Nach längerer Motorradfahrt, bedingt durch wechselnde Wetter- und Straßenverhältnisse, vermischt sich das ursprüngliche Kettenöl mit Staub und feinem Sand. Dadurch bildet sich allmählich eine dicke, schwarze Schlammschicht, die sich an der Kette festsetzt. Dieser Schlamm führt dazu, dass das ursprüngliche Kettenöl seine Schmierwirkung verliert.
Der feine Sand und Staub im Schlamm führt während des Antriebsvorgangs zu weiterem Verschleiß der vorderen und hinteren Zahnräder. Die Zähne der Zahnräder werden dadurch allmählich schärfer, und der Passspalt zur Kette vergrößert sich, was zu ungewöhnlichen Geräuschen führen kann.
2. Kettenverlängerung beschleunigen
Schlamm verschleißt nicht nur die Kurbelgarnitur, sondern auch die Verbindungswelle zwischen den Kettengliedern, wodurch sich die Kette allmählich verlängert. In diesem Fall muss die Kettenspannung angepasst werden, um ungewöhnliche Geräusche, Kettenabspringen und ungleichmäßige Kraftübertragung zu vermeiden.
3. Unansehnlich
Die abgelagerte Schlammschicht lässt die Kette pechschwarz und sogar ekelhaft aussehen. Selbst wenn das Motorrad gereinigt wird, lässt sich die Kette nicht immer mit Wasser säubern.
3. Reinigung der Kette
1. Materialien vorbereiten
Für die Kettenreinigung benötigen Sie ein Set aus Reinigungsmittel, Kettenöl und Spezialbürste sowie Pappe. Es empfiehlt sich, auch ein Paar Handschuhe bereitzuhalten. Ein Fahrzeug mit großem Rahmen ist von Vorteil. Alternativ können Sie auch einen Rahmen verwenden.
2. Reinigen Sie die Kettenstufen
A. Zunächst können Sie mit einer Bürste den Schlamm von der Kette entfernen, um den dickeren Schlamm zu lösen und den Reinigungseffekt zu verbessern.
B. Falls ein großer Ständer oder Heberahmen vorhanden ist, kann das Hinterrad des Fahrzeugs angehoben und in den Leerlauf geschaltet werden. Verwenden Sie Reinigungsmittel und eine Bürste für eine schrittweise Vorreinigung.
C. Nachdem der größte Teil des Schlamms entfernt und das ursprüngliche Metall der Kette freigelegt wurde, besprühen Sie sie erneut mit einem Reinigungsmittel, um den restlichen Schlamm vollständig zu entfernen und die ursprüngliche Farbe der Kette wiederherzustellen.
D. Bei geeigneten Bedingungen vor Ort können Sie die Kette nach der Reinigung mit klarem Wasser abspülen, um eventuell vorhandene, aber nicht vollständig abgeriebene Schmutzreste zu entfernen. Anschließend mit einem trockenen Tuch abwischen. Steht keine geeignete Stelle zur Verfügung, können Sie die Kette nach der Reinigung direkt mit einem trockenen Tuch abwischen. E. Nach der Reinigung erhält die Kette ihre ursprüngliche metallische Farbe zurück. Sprühen Sie nun Kettenöl auf die Kettenkugeln und achten Sie darauf, nicht zu viel zu verwenden. Eine kleine Menge Öl in kreisenden Bewegungen und eine Einwirkzeit von 30 Minuten verhindern, dass das Öl verspritzt.
F. Reinigung vor Ort – da beim Versprühen von Reinigungsmitteln leicht etwas auf die Radnabe spritzen kann. Wischen Sie die Radnabe daher abschließend mit einem feuchten, in Reinigungsmittel getränkten Tuch ab, wickeln Sie den verschmutzten Karton ein und entsorgen Sie ihn, bevor Sie den Boden reinigen.
4. Vorteile der Verwendung von Kettenöl
Viele Autoliebhaber verwenden neues und gebrauchtes Motoröl als Kettenschmiermittel. Wir befürworten oder verurteilen dies nicht. Da Motoröl jedoch schmiert, zieht es leicht Staub und feinen Sand an und seine Schmierwirkung lässt schnell nach. Die Kette verschmutzt daher rasch, insbesondere nach Regenfällen und der anschließenden Reinigung.
Der Vorteil von Kettenöl liegt darin, dass die Kette durch die Zugabe von verschleißhemmendem Molybdändisulfid und die Verwendung einer Ölbasis mit besserer Haftung optimiert wurde. Dadurch verliert das Kettenöl weniger Öl als Motoröl. Die Öle sind in praktischen Sprühflaschen erhältlich, die sich leicht verwenden und transportieren lassen und auf Reisen unverzichtbar sind.
Veröffentlichungsdatum: 07.09.2023
