Probleme und Entwicklungsrichtungen
Die Motorradkette zählt zu den Basisprodukten der Industrie und ist ein arbeitsintensives Produkt. Insbesondere die Wärmebehandlungstechnologie befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Aufgrund von Technologie- und Ausrüstungslücken ist es schwierig, die erwartete Lebensdauer von 15.000 Stunden zu erreichen. Um diese Anforderung zu erfüllen, muss neben höheren Anforderungen an Struktur, Zuverlässigkeit und Stabilität der Wärmebehandlungsanlagen auch der präzisen Kontrolle der Ofenzusammensetzung, d. h. der genauen Kontrolle des Kohlenstoff- und Stickstoffgehalts, besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Die Wärmebehandlung von Bauteilen entwickelt sich hin zu minimaler Verformung und hoher Verschleißfestigkeit. Um die Zugfestigkeit von Bolzen und die Verschleißfestigkeit der Oberfläche deutlich zu verbessern, optimieren Hersteller mit Forschungs- und Entwicklungskapazitäten nicht nur die verwendeten Werkstoffe, sondern erproben auch Oberflächenbehandlungsverfahren wie Verchromen, Nitrieren und Carbonitrieren. Auch hier wurden bereits bessere Ergebnisse erzielt. Entscheidend ist die Entwicklung eines stabilen Prozesses und dessen Anwendung in der Serienfertigung.
Die Fertigungstechnologie für Kettenhülsen ist im In- und Ausland vergleichbar. Die Kettenhülse hat einen wesentlichen Einfluss auf die Verschleißfestigkeit von Motorradketten. Verschleiß und Längung der Kette spiegeln sich hauptsächlich im übermäßigen Verschleiß von Bolzen und Hülse wider. Daher sind Materialauswahl, Verbindungsmethode, Einsatzhärtungs- und Härtequalität sowie Schmierung entscheidend. Die Entwicklung und Produktion nahtloser Kettenhülsen ist ein wichtiger Forschungsschwerpunkt zur deutlichen Verbesserung der Kettenverschleißfestigkeit.
Veröffentlichungsdatum: 09.09.2023
