Worin besteht der Unterschied zwischen Rollenketten- und Riemenantrieb hinsichtlich der Wartung?
Bei der Wartung von Rollenketten- und Riemenantrieben bestehen folgende Unterschiede:
1. Wartungsinhalte
Rollenkette
Kettenradausrichtung: Es ist wichtig, dass das Kettenrad schräg- und schwingungsfrei auf der Welle montiert ist und die Stirnflächen der beiden Kettenräder desselben Antriebsstrangs in derselben Ebene liegen. Bei einem Kettenrad-Mittenabstand von weniger als 0,5 Metern beträgt die zulässige Abweichung 1 mm, bei mehr als 0,5 Metern 2 mm. Eine zu große Kettenradverschiebung kann zu Kettenabspringen und erhöhtem Verschleiß führen. Achten Sie daher beim Austausch oder der Montage des Kettenrads auf die korrekte Ausrichtung und verwenden Sie spezielle Messwerkzeuge.
Kettenspannung einstellen: Die Kettenspannung ist sehr wichtig. Heben oder drücken Sie die Kette in der Mitte an. Die optimale Spannung beträgt etwa 2–3 % des Achsabstands zwischen den beiden Ritzeln. Ist die Kette zu straff, erhöht sich der Leistungsverbrauch und die Lager verschleißen schneller; ist sie zu locker, kann die Kette leicht abspringen. Die Kettenspannung muss regelmäßig überprüft und je nach Bedarf angepasst werden, beispielsweise durch Verändern des Achsabstands oder mithilfe eines Kettenspanners.
Schmierung: Rollenketten müssen stets gut geschmiert sein. Das Schmierfett muss gleichmäßig und rechtzeitig in den Spalt des Kettengelenks verteilt werden. Die Verwendung von dickflüssigem Öl oder Fett mit hoher Viskosität wird generell nicht empfohlen, da diese den Gelenkspalt leicht mit Staub verstopfen können. Die Rollenkette sollte regelmäßig gereinigt und dekontaminiert werden, und die Schmierwirkung sollte überprüft werden. Bei Rollenketten, die beispielsweise unter rauen Bedingungen eingesetzt werden, kann es erforderlich sein, die Schmierung täglich zu kontrollieren und das Schmieröl rechtzeitig nachzufüllen.
Verschleißprüfung: Überprüfen Sie regelmäßig die Lauffläche der Kettenradzähne. Bei zu schnellem Verschleiß justieren oder ersetzen Sie das Kettenrad umgehend. Kontrollieren Sie gleichzeitig den Verschleiß der Kette, z. B. ob die Kettenlängung den zulässigen Bereich überschreitet (im Allgemeinen muss die Kette ersetzt werden, wenn die Längung 3 % der ursprünglichen Länge überschreitet).
Riemenantrieb
Spannungseinstellung: Auch der Riemenantrieb muss regelmäßig auf seine Spannung eingestellt werden. Da der Riemen kein vollständig elastisches Material ist, entspannt er sich bei längerem Betrieb unter Spannung durch plastische Verformung. Dies reduziert die Anfangsspannung und die Übertragungskapazität und kann im Extremfall sogar zum Durchrutschen führen. Gängige Spannmethoden sind die manuelle und die automatische Spannung. Bei der manuellen Spannung wird der Achsabstand mithilfe einer Schraube so lange angepasst, bis der Riemen die richtige Spannung erreicht. Die automatische Spannung nutzt das Eigengewicht des Motors oder die Federkraft der Spannrolle, um die Spannung selbstständig zu regeln.
Prüfung der Montagegenauigkeit: Bei parallelen Wellen muss die Parallelität der Achsen jeder Riemenscheibe gewährleistet sein. Die Nuten der Antriebs- und Abtriebsräder des Keilriemenantriebs müssen in derselben Ebene liegen. Die Abweichung darf 20° nicht überschreiten, da es sonst zu einer Verdrehung des Keilriemens und vorzeitigem Verschleiß an beiden Seiten kommt. Überprüfen Sie bei der Montage und Wartung mithilfe von Hilfsmitteln wie einer Wasserwaage die Parallelität der Welle und die Ausrichtung der Nuten.
Keilriemenwechsel und -abstimmung: Ein beschädigter Keilriemen muss umgehend ausgetauscht werden. Neue und alte Riemen, Standard- und Schmalriemen sowie Keilriemen unterschiedlicher Spezifikationen dürfen nicht gemischt werden. Werden mehrere Keilriemen verwendet, muss die Toleranz der Riemen innerhalb der vorgegebenen Toleranz liegen, um eine ungleichmäßige Lastverteilung zu vermeiden. Prüfen Sie beispielsweise beim Austausch eines Keilriemens sorgfältig Modell und Spezifikationen, um sicherzustellen, dass die Größe des neuen Riemens mit der des alten übereinstimmt. Achten Sie beim Einbau mehrerer Riemen auf die gleiche Spannung.
2. Wartungshäufigkeit
Rollenkette
Aufgrund des hohen Schmierstoffbedarfs von Rollenketten, insbesondere unter rauen Einsatzbedingungen, kann eine tägliche oder wöchentliche Schmierstoffprüfung und -auffüllung erforderlich sein. Die Kettenspannung und die Kettenradausrichtung sollten in der Regel monatlich überprüft werden. In besonders beanspruchten Arbeitsumgebungen kann eine häufigere Kontrolle der Kettenlängung und des Kettenradverschleißes, beispielsweise alle zwei Wochen, notwendig sein.
Riemenantrieb
Die Überprüfung der Riemenspannung ist relativ selten und reicht in der Regel einmal im Monat aus. Der Riemenverschleiß sollte bei normalem Betrieb vierteljährlich überprüft werden. Bei hoher Belastung oder häufigen Start-Stopp-Betriebsarten kann jedoch eine monatliche Überprüfung erforderlich sein.
3. Wartungsaufwand
Rollenkette
Die Wartung des Schmiersystems ist relativ aufwendig, insbesondere bei Rollenkettengetrieben mit Ölbad- oder Druckschmierung. Regelmäßige Reinigung des Schmiersystems von Verunreinigungen und die Sicherstellung seiner Dichtheit sind unerlässlich. Die Ausrichtung des Kettenrads und die Einstellung der Kettenspannung erfordern zudem Fachkenntnisse und Werkzeuge, wie beispielsweise Kettenrad-Ausrichtinstrumente und Spannungsmesser für präzise Justierungen.
Riemenantrieb
Die Wartung des Riemenantriebs ist relativ einfach, und die Einstellung der Spannvorrichtung ist unkompliziert. Auch der Riemenwechsel selbst ist einfach: Entfernen Sie den beschädigten Riemen gemäß der Anleitung, setzen Sie den neuen Riemen ein und stellen Sie die Spannung ein. Darüber hinaus ist der Riemenantrieb relativ einfach aufgebaut, sodass für die tägliche Wartung in der Regel keine komplexen Werkzeuge oder Geräte benötigt werden.
Veröffentlichungsdatum: 21. Februar 2025
