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Wie man den Sicherheitsfaktor einer Rollenkette bestimmt

Wie man den Sicherheitsfaktor einer Rollenkette bestimmt

In industriellen Antriebssystemen bestimmt der Sicherheitsfaktor der Rollenkette direkt die Betriebsstabilität, die Lebensdauer und die Sicherheit des Bedieners. Ob es sich um Schwerlastantriebe in Bergbaumaschinen oder um Präzisionsförderung in automatisierten Produktionslinien handelt – falsch eingestellte Sicherheitsfaktoren können zu vorzeitigem Kettenbruch, Anlagenstillstand und sogar Unfällen führen. Dieser Artikel erklärt systematisch, wie der Sicherheitsfaktor der Rollenkette ermittelt wird – von den Grundlagen über die wichtigsten Schritte und Einflussfaktoren bis hin zu praktischen Empfehlungen. So unterstützt er Ingenieure, Einkäufer und Instandhaltungspersonal bei der korrekten Auswahl der richtigen Kette.

Rollenkette

I. Grundlegendes Verständnis des Sicherheitsfaktors: Warum er die „Lebensader“ der Rollenkettenauswahl ist

Der Sicherheitsfaktor (SF) ist das Verhältnis der tatsächlichen Tragfähigkeit einer Rollenkette zu ihrer tatsächlichen Betriebslast. Er stellt im Wesentlichen eine Sicherheitsreserve für den Kettenbetrieb dar. Er gleicht nicht nur Unsicherheiten wie Lastschwankungen und Umwelteinflüsse aus, sondern deckt auch potenzielle Risiken wie Herstellungsfehler und Montageabweichungen ab. Er ist ein wichtiger Indikator für das optimale Verhältnis von Sicherheit und Kosten.

1.1 Kerndefinition des Sicherheitsfaktors
Die Formel zur Berechnung des Sicherheitsfaktors lautet: Sicherheitsfaktor (SF) = Nennlastkapazität der Rollenkette (Fₙ) / Tatsächliche Arbeitslast (F_w).
Die Nenntragfähigkeit (Fₙ) wird vom Kettenhersteller anhand des Materials, der Struktur (z. B. Teilung und Rollendurchmesser) und des Herstellungsverfahrens bestimmt und umfasst typischerweise die dynamische Tragfähigkeit (die Last, die der Dauerfestigkeit entspricht) und die statische Tragfähigkeit (die Last, die zum sofortigen Bruch führt). Diese Angaben finden sich in Produktkatalogen oder Normen wie GB/T 1243 und ISO 606.
Tatsächliche Arbeitslast (F_w): Die maximale Last, der eine Kette im tatsächlichen Betrieb standhält. Dieser Faktor berücksichtigt Einflüsse wie Anlaufschock, Überlastung und Schwankungen der Betriebsbedingungen und ist nicht nur eine theoretisch berechnete Last.

1.2 Branchenstandards für zulässige Sicherheitsfaktoren
Die Anforderungen an den Sicherheitsfaktor variieren je nach Anwendungsfall erheblich. Um Fehlentscheidungen bei der Auswahl zu vermeiden, ist es unerlässlich, sich direkt an den in den Industrienormen festgelegten „zulässigen Sicherheitsfaktor“ zu halten. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der zulässigen Sicherheitsfaktoren für gängige Betriebsbedingungen (basierend auf GB/T 18150 und der industriellen Praxis):

 

II. 4-stufiger Kernprozess zur Bestimmung der Sicherheitsfaktoren von Rollenketten

Die Bestimmung des Sicherheitsfaktors ist keine einfache Formelanwendung; sie erfordert eine schrittweise Analyse auf Basis der tatsächlichen Betriebsbedingungen, um in jedem Schritt genaue und zuverlässige Lastdaten zu gewährleisten. Das folgende Verfahren ist auf die meisten industriellen Rollenkettenanwendungen anwendbar.

Schritt 1: Ermitteln Sie die Nennlastkapazität (Fₙ) der Rollenkette.
Priorisieren Sie die Daten aus dem Produktkatalog des Herstellers. Beachten Sie die im Katalog angegebenen Werte für die „dynamische Tragzahl“ (in der Regel entsprechend 1000 Stunden Dauerfestigkeit) und die „statische Tragzahl“ (entsprechend der statischen Zugfestigkeit). Beide Werte sind getrennt zu verwenden (dynamische Tragzahl für dynamische Belastungen, statische Tragzahl für statische Belastungen oder niedrige Drehzahlen).
Falls keine Stichprobendaten vorliegen, können Berechnungen anhand nationaler Normen durchgeführt werden. Am Beispiel von GB/T 1243 lässt sich die dynamische Tragzahl (F₁) einer Rollenkette mit folgender Formel abschätzen: F₁ = 270 × (d₁)¹.⁸ (d₁ ist der Bolzendurchmesser in mm). Die statische Tragzahl (F₂) beträgt etwa das 3- bis 5-Fache der dynamischen Tragzahl (materialabhängig; 3-mal bei Kohlenstoffstahl und 5-mal bei legiertem Stahl).

Korrektur für besondere Betriebsbedingungen: Bei Betrieb der Kette in einer Umgebungstemperatur über 120 °C, bei Korrosion (z. B. in einer chemischen Umgebung) oder bei Staubabrieb muss die Nenntragfähigkeit reduziert werden. Im Allgemeinen verringert sich die Tragfähigkeit um 10–15 % pro 100 °C Temperaturanstieg; in korrosiven Umgebungen beträgt die Reduzierung 20–30 %.

Schritt 2: Berechnung der tatsächlichen Arbeitslast (F_w)
Die tatsächliche Arbeitslast ist die zentrale Variable bei der Berechnung des Sicherheitsfaktors und muss umfassend unter Berücksichtigung der Anlagenart und der Betriebsbedingungen ermittelt werden. Vermeiden Sie die Verwendung einer „theoretischen Last“ als Ersatz. Ermitteln Sie die Grundlast (F₀): Berechnen Sie die theoretische Last anhand der vorgesehenen Verwendung der Anlage. Beispiel: Grundlast einer Förderkette = Materialgewicht + Kettengewicht + Förderbandgewicht (jeweils pro Meter berechnet); Grundlast einer Antriebskette = Motorleistung × 9550 / (Kettenraddrehzahl × Wirkungsgrad).
Überlagerter Lastfaktor (K): Dieser Faktor berücksichtigt zusätzliche Lasten während des laufenden Betriebs. Die Formel lautet F_w = F₀ × K, wobei K der kombinierte Lastfaktor ist und anhand der Betriebsbedingungen ausgewählt werden sollte.
Anlaufschockfaktor (K₁): 1,2-1,5 für Geräte mit Sanftanlauf und 1,5-2,5 für Geräte mit Direktanlauf.
Überlastfaktor (K₂): 1,0-1,2 für kontinuierlichen stabilen Betrieb und 1,2-1,8 für intermittierende Überlastung (z. B. Brecher).
Betriebsbedingungsfaktor (K₃): 1,0 für saubere und trockene Umgebungen, 1,1-1,3 für feuchte und staubige Umgebungen und 1,3-1,5 für korrosive Umgebungen.
Kombinierter Lastfaktor K = K₁ × K₂ × K₃. Beispiel: Für ein direktstartendes Förderband im Bergbau gilt: K = 2,0 (K₁) × 1,5 (K₂) × 1,2 (K₃) = 3,6.


Veröffentlichungsdatum: 27. Oktober 2025