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Aufkohlungsprozess der Rollenkette

Die Rollenkette ist ein in der industriellen Fertigung weit verbreitetes Antriebselement. Ihre Leistungsfähigkeit hängt maßgeblich vom Herstellungsprozess ab, wobei die Aufkohlung der Schlüssel zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Rollenkette ist.

Aufkohlungsprozess für Rollenketten: Der Schlüssel zur Leistungsverbesserung
Rollenketten übernehmen in verschiedenen Maschinen die wichtige Aufgabe der Kraftübertragung. Ihre Einsatzumgebung ist oft komplex und veränderlich und sie sind Herausforderungen wie hoher Belastung, Verschleiß und Materialermüdung ausgesetzt. Um Rollenketten besser an diese anspruchsvollen Bedingungen anzupassen und ihre Lebensdauer zu verlängern, ist das Aufkohlen zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Herstellungsprozesses geworden.

Rollenkette

Grundprinzipien des Aufkohlungsprozesses
Das Aufkohlen ist ein Wärmebehandlungsverfahren, das hauptsächlich dazu dient, die Härte, Verschleißfestigkeit und Dauerfestigkeit der Stahloberfläche zu verbessern und gleichzeitig die Zähigkeit und Plastizität des Kerns zu erhalten. Konkret wird die Rollenkette in ein kohlenstoffreiches Medium eingelegt, und bei hoher Temperatur dringen Kohlenstoffatome in die Oberfläche der Rollenkette ein, wodurch eine hochkohlenstoffhaltige Aufkohlungsschicht entsteht. Mit sinkender Temperatur wandelt sich diese Schicht aus hochkohlenstoffhaltigem Austenit in extrem harten Martensit um, wodurch die Oberfläche der Rollenkette gehärtet wird.

Gängige Verfahren zum Aufkohlen von Rollenketten
Gasaufkohlung: Dies ist eines der am weitesten verbreiteten Aufkohlungsverfahren. Die Rollenkette wird in einen geschlossenen Aufkohlungsofen gegeben und mit einem Aufkohlungsmittel, hauptsächlich bestehend aus Kohlenwasserstoffgasen wie Methan und Ethan, beaufschlagt. Bei hohen Temperaturen zersetzen sich diese Gase und bilden aktive Kohlenstoffatome, wodurch die Aufkohlung erfolgt. Die Vorteile der Gasaufkohlung liegen in der einfachen Handhabung, der schnellen Aufheizzeit, dem kurzen Produktionszyklus und der Möglichkeit, Tiefe und Konzentration der aufgekohlten Schicht durch die Steuerung von Parametern wie Gaszusammensetzung und Durchflussrate präzise einzustellen. Die Aufkohlungsqualität ist stabil, was eine einfache Mechanisierung und Automatisierung ermöglicht und die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert.
Flüssigaufkohlung: Bei der Flüssigaufkohlung wird die Rollenkette in ein flüssiges Aufkohlungsmedium getaucht. Gängige Medien sind beispielsweise Siliciumcarbid oder das Aufkohlungsmittel „603“. Bei geeigneter Temperatur lösen sich Kohlenstoffatome aus dem Medium und dringen in die Oberfläche der Rollenkette ein. Vorteile der Flüssigaufkohlung sind der relativ kurze Produktionszyklus und die Möglichkeit des direkten Abschreckens nach der Aufkohlung, ohne dass Oxidation oder Entkohlung befürchtet werden müssen. Temperatur und Zeit lassen sich leicht steuern, die Erwärmung ist gleichmäßig und die Verformung des Werkstücks wird effektiv reduziert. Die Anlagen sind zudem relativ einfach. Allerdings sind die Arbeitsbedingungen vergleichsweise schlecht, weshalb sich das Verfahren in der Regel nur für die Einzelteil- oder Kleinserienfertigung eignet.
Festes Aufkohlen: Dies ist ein traditionelleres Aufkohlungsverfahren. Die Rollenkette wird zusammen mit einem festen Aufkohlungsmittel in einen geschlossenen Aufkohlungskasten gegeben. Anschließend wird der Kasten in einen Heizofen gestellt, auf die Aufkohlungstemperatur erhitzt und für eine bestimmte Zeit warmgehalten, damit die aktiven Kohlenstoffatome in die Oberfläche der Rollenkette eindringen. Das feste Aufkohlungsmittel besteht üblicherweise aus Holzkohle und Promotoren. Die Vorteile dieses Verfahrens sind die einfache Handhabung, die geringen technischen Anforderungen, der Verzicht auf Spezialausrüstung, die große Auswahl an Aufkohlungsmitteln (auch zur Eigenherstellung geeignet) und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Die Nachteile sind jedoch ebenfalls offensichtlich. Die Aufkohlungsqualität ist schwer präzise zu kontrollieren, die Arbeitsbedingungen sind ungünstig, die Festigkeit ist hoch, der Produktionszyklus ist lang, die Kosten sind hoch und die Neigung zum Kornwachstum während des Aufkohlungsprozesses ist stark ausgeprägt. Bei wichtigen Werkstücken wird das direkte Abschrecken in der Regel nicht angewendet.

Schlüsselelemente des Aufkohlungsprozesses von Rollenketten
Aufkohlungstemperatur und -zeit: Die Aufkohlungstemperatur liegt üblicherweise zwischen 900 °C und 950 °C. Höhere Temperaturen beschleunigen zwar die Diffusion der Kohlenstoffatome und verkürzen die Aufkohlungszeit, können aber gleichzeitig auch Kornwachstum verursachen und die Leistung der Rollenkette beeinträchtigen. Die Aufkohlungszeit richtet sich nach der erforderlichen Aufkohlungsschichttiefe und variiert in der Regel von wenigen Stunden bis zu mehreren Dutzend Stunden. Beispielsweise reichen bei Rollenketten mit geringerer Aufkohlungsschicht wenige Stunden aus, während bei Ketten mit größerer Aufkohlungsschicht mehrere Dutzend Stunden erforderlich sind. In der Praxis müssen die optimalen Parameter für Aufkohlungstemperatur und -zeit experimentell und erfahrungsbasiert ermittelt werden. Dabei sind Faktoren wie das spezifische Material, die Größe und die Leistungsanforderungen der Rollenkette zu berücksichtigen.
Kohlenstoffpotenzialkontrolle: Das Kohlenstoffpotenzial beschreibt die Fähigkeit des Aufkohlungsmittels, Kohlenstoffatome an die Werkstückoberfläche abzugeben. Die präzise Kontrolle des Kohlenstoffpotenzials ist entscheidend für eine optimale Aufkohlungsschicht. Ein zu hohes Kohlenstoffpotenzial führt zur Bildung von netzartigen Carbiden auf der Oberfläche der Wälzkette und verringert deren Dauerfestigkeit; ein zu niedriges Kohlenstoffpotenzial hingegen führt zu einer unzureichenden Tiefe der Aufkohlungsschicht, wodurch die Leistungsanforderungen nicht erfüllt werden. Üblicherweise werden Instrumente wie Sauerstoffsonden und Infrarot-Gasanalysatoren eingesetzt, um die Atmosphäre im Ofen in Echtzeit zu überwachen. Das Kohlenstoffpotenzial wird entsprechend den Überwachungsergebnissen zeitnah angepasst, um sicherzustellen, dass der Kohlenstoffpotenzialgradient stets im optimalen Bereich liegt und somit eine gleichmäßige und hochwertige Aufkohlungsschicht erzielt wird. Mithilfe fortschrittlicher Computersimulationstechnologie kann zudem ein Kohlenstoffpotenzial-Diffusionsmodell erstellt werden. Dieses simuliert die Änderung des Kohlenstoffpotenzialgradienten und die Entwicklung der Aufkohlungsschicht unter verschiedenen Prozessparametern, ermöglicht die Vorhersage des Aufkohlungseffekts, liefert eine wissenschaftliche Grundlage für die Prozessoptimierung und verbessert die Genauigkeit und Stabilität des Aufkohlungsprozesses weiter.
Abkühlen und Abschrecken: Nach dem Aufkohlen muss die Rollenkette in der Regel schnell abgekühlt und abgeschreckt werden, um eine martensitische Struktur zu bilden und die Oberflächenhärte zu verbessern. Gängige Abschreckmedien sind Öl, Wasser, Polymer-Abschreckflüssigkeiten usw. Unterschiedliche Abschreckmedien weisen unterschiedliche Abkühlgeschwindigkeiten und -eigenschaften auf und sollten entsprechend den Material- und Leistungsanforderungen der Rollenkette ausgewählt werden. Beispielsweise kann für kleinere Rollenketten Ölabschreckung, für größere oder solche mit höheren Härteanforderungen Wasserabschreckung oder Abschreckung mit Polymer-Abschreckflüssigkeit verwendet werden. Nach dem Abschrecken muss die Rollenkette angelassen werden, um die beim Abschrecken entstandenen inneren Spannungen abzubauen und ihre Zähigkeit zu verbessern. Die Anlasstemperatur liegt im Allgemeinen zwischen 150 °C und 200 °C, und die Anlasszeit wird anhand von Faktoren wie der Größe der Rollenkette und der Anlasstemperatur bestimmt und beträgt üblicherweise etwa 1 bis 2 Stunden.

Materialauswahl für die Rollenkette und Anpassung des Aufkohlungsprozesses
Das Material von Rollenketten besteht üblicherweise aus niedriggekohltem Stahl oder niedriggekohltem legiertem Stahl, wie z. B. 20-Stahl, 20CrMnTi usw. Diese Werkstoffe weisen eine gute Plastizität und Zähigkeit auf und bilden beim Aufkohlen eine hochwertige Einsatzschicht. 20CrMnTi beispielsweise enthält Elemente wie Chrom, Mangan und Titan. Diese Legierungselemente verbessern nicht nur die Festigkeit und Zähigkeit des Stahls, sondern beeinflussen auch dessen Härtungseffekt beim Aufkohlen. Vor dem Aufkohlen muss die Rollenkette entsprechend vorbehandelt werden, z. B. durch Beizen oder Sandstrahlen, um Oberflächenoxide und Verunreinigungen zu entfernen und so einen reibungslosen Ablauf des Aufkohlungsprozesses zu gewährleisten.

Durch das Aufkohlungsverfahren wird die Leistung der Rollenkette verbessert
Härte und Verschleißfestigkeit: Durch das Aufkohlen wird die Oberflächenhärte der Rollenkette deutlich verbessert und erreicht üblicherweise Werte von HRC 58 bis 64. Dadurch widersteht sie effektiv Problemen wie Zahnverschleiß, Verklebungen und Lochfraß unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen wie hohen Drehzahlen, schwerer Last und häufigem Anfahren und verlängert ihre Lebensdauer erheblich. Beispielsweise weisen die in einigen großen Bergbaumaschinen eingesetzten Rollenketten nach der Aufkohlungsbehandlung eine deutlich verbesserte Verschleißfestigkeit auf und können Materialien über lange Zeiträume stabil transportieren. Dies reduziert die Anzahl der durch Kettenverschleiß bedingten Maschinenstillstände und Reparaturen.
Ermüdungsbeständigkeit: Die durch die aufgekohlte Schicht und die verfeinerte Oberflächenstruktur erzeugten Druckeigenspannungen tragen zur Verbesserung der Ermüdungsbeständigkeit der Rollenkette bei. Unter zyklischer Belastung kann die Rollenkette eine höhere Spannungsamplitude aufnehmen und ist weniger anfällig für Ermüdungsrisse, wodurch ihre Zuverlässigkeit im Langzeitbetrieb erhöht wird. Dies ist besonders wichtig für Geräte, die im Dauerbetrieb laufen müssen, wie beispielsweise die Steuerkette im Automobilmotor. Dadurch wird ein sicherer und stabiler Betrieb gewährleistet und das Ausfallrisiko reduziert.
Umfassende mechanische Eigenschaften: Durch das Aufkohlen wird nicht nur die Oberflächenbeschaffenheit der Rollenkette verbessert, sondern auch die hohe Zähigkeit des Kerns erhalten. Dadurch kann die Rollenkette bei Stoßbelastungen Energie besser absorbieren und verteilen und Ausfälle wie Brüche durch lokale Spannungskonzentrationen vermeiden. Die Rollenkette weist in verschiedenen komplexen Arbeitsumgebungen gute mechanische Eigenschaften auf und erfüllt die Antriebsanforderungen unterschiedlicher Maschinen.

Qualitätsprüfung und -kontrolle von einsatzgehärteten Rollenketten
Prüfung der Aufkohlungsschichttiefe: Die Tiefe der Aufkohlungsschicht wird üblicherweise metallografisch bestimmt. Nach dem Schneiden, Polieren und Korrosionsieren der Rollenkettenprobe wird die Struktur der Aufkohlungsschicht unter einem metallografischen Mikroskop untersucht und ihre Tiefe gemessen. Dieser Wert gibt direkt Aufschluss darüber, ob die Aufkohlung den Konstruktionsanforderungen entspricht, was für die Leistungsfähigkeit der Rollenkette entscheidend ist. Beispielsweise kann bei einigen Rollenketten für Schwerlastantriebe eine Aufkohlungsschichttiefe von etwa 0,8 bis 1,2 mm erforderlich sein, um die Verschleiß- und Dauerfestigkeitsanforderungen unter hohen Belastungen zu erfüllen.
Härteprüfung: Die Härte der Oberfläche und des Kerns der Rollenkette wird mit einem Härteprüfgerät ermittelt. Die Oberflächenhärte muss den vorgegebenen Normbereich erfüllen, und auch die Kernhärte muss in einem geeigneten Bereich liegen, um eine gute Gesamtleistung der Rollenkette zu gewährleisten. Härteprüfungen werden üblicherweise in regelmäßigen Abständen durchgeführt, und jede produzierte Charge von Rollenketten wird stichprobenartig geprüft, um die gleichbleibende Produktqualität sicherzustellen.
Metallografische Gefügeprüfung: Neben der Tiefenbestimmung der Aufkohlungsschicht ist auch deren metallografische Struktur zu untersuchen, insbesondere Morphologie, Verteilung und Korngröße der Karbide. Eine gute metallografische Struktur gewährleistet die Leistungsfähigkeit der Rollenkette im Einsatz. Feine und gleichmäßig verteilte Karbide verbessern beispielsweise die Verschleiß- und Dauerfestigkeit, während eine zu große Korngröße die Zähigkeit verringern kann. Durch die metallografische Gefügeprüfung lassen sich Probleme im Aufkohlungsprozess frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Optimierung und Verbesserung der Produktqualität ergreifen.

Abschluss
Das Aufkohlen von Rollenketten ist eine komplexe und kritische Technologie, die maßgeblich zur Leistungssteigerung dieser Ketten beiträgt. Von der Auswahl der Prozessmethoden über die Kontrolle der Schlüsselelemente bis hin zur Materialauswahl und Qualitätskontrolle müssen alle Schritte streng überwacht werden, um sicherzustellen, dass die Rollenkette den Anforderungen unter verschiedenen Betriebsbedingungen gerecht wird. Dank des kontinuierlichen Fortschritts von Wissenschaft und Technik wird auch der Aufkohlungsprozess stetig weiterentwickelt und verbessert. So trägt beispielsweise der Einsatz fortschrittlicher Computersimulationen und Echtzeit-Online-Überwachungstechnologien dazu bei, die Prozessparameter weiter zu optimieren, die Leistung und Qualität von Rollenketten zu verbessern und zuverlässigere und effizientere Antriebslösungen für die industrielle Fertigung bereitzustellen.


Veröffentlichungsdatum: 09.06.2025